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Moscow Biennal of Contemporary Art

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Highlights 2013 – Noemi Smolik

 
13 December 2013 09:56

Highlights 2013 – Noemi Smolik

DECEMBER 13, 2013by Noemi Smolik

Adam Vačkař, shrink wrap, 2013 (Fotografie: Adam Vačkař)

TOP: 
Colours of Ostrava ist ein Musikfestival, das jährlich im ehemaligen Industriegebiet von Ostrava in der Tschechischen Republik stattfindet, inmitten von Hochöfen, Koksereien und einem zur Musikhalle umgebauten Gasometer. In diesem Jahr begleitete eine von Galerist Zdeněk Sklenař initiierte Ausstellung mit jungen tschechischen Künstlern (u. a. Chrištof KinteraAdam Vačkař undMarek Čihal), die mit ihren Installationen, Filmen, Objekten und Performances den rohen Räumen unter einem der Hochöfen zu trotzen versuchten. Täglich besuchten, diskutierten, fotografierten Hunderte von jungen Besuchern die Ausstellung. So einen Andrang habe ich in einer herkömmlichen Ausstellung mit zeitgenössischer Kunst noch nie erlebt.

 

5. Moskau Biennale, Ausstellungsansicht (Fotografie: Natasha Polskaja)

 

Die 5 .Moskau Biennale fand von der internationalen Presse fast unbemerkt statt. Dabei war diese von Catherine de Zegher kuratierte Übersicht eine intelligente, zugleich die Sinne ansprechende und auf die aktuelle Situation in diesem postkommunistischen Land eingehende Ausstellung. Jenseits der üblichen Biennale-Verdächtigen hatte sie viele Neuendeckungen zu bieten: Masasit Mati,Gao Rong oder Elena Kovylina beispielsweise.

One Zero One ist ein von Tim Lienhard gedrehter wunderschöner Dokumentarfilm über die Drag-Queens Antoine und Mourad und ihre Bühnenpersönlichkeiten Cybersissy & BayBjane. Während Antoine mit ernsthaften psychischen Problemen zu kämpfen hat, ist Mourad kleinwüchsig und mehrfach körperlich behindert. Lienhard gelingt mit seinem Film das eindringliche Porträt einer ungewöhnlichen Freundschaft: Er zeigt zwei Menschen, die trotz Handicaps ihre Leben in die Hand nehmen und gestalten.

 

Kazimir Malevich and the Russian Avant-Garde, 2013, Ausstellungsansicht (Fotografie: Gert Jan van Rooij)

 

FLOP:
Die Ausstellung Kazimir Malevich and the Russian Avant-Garde im Amsterdamer Stedelijk Museum war ein Ärgernis. Wieder einmal wurde hier die Gelegenheit verpasst, dem Gesamtwerk dieses außergewöhnlichen Künstlers – und nicht nur seine abstrakten Bilder – vor dem Hintergrund des russischen Geschehens zu beleuchten. Stattdessen wurden einmal mehr die eigenen, durch die moderne Ideologie geprägten Vorstellungen in sein Werk projiziert.

http://frieze-magazin.de

 

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